Freiburg, 19.06.2007

Besucherbergwerke in Deutschland

Ausflugstipps für Mineralien- und Bergbaufreunde

Bergwerk Förderturm

Förderturm eines Bergwerks. Foto: fotolia.de

Der Bergbau hat in Deutschland eine lange Tradition, wie schriftliche Zeugnisse belegen, die bis in das 8. Jahrhundert zurückgehen. Im 12. Jahrhundert bildeten sich insbesondere im Erzgebirge in den Bergstädten Freiberg und Joachimstal sowie dann im 15. Jhd. in Annaberg die Zentren des deutschen Bergbaus aus. Im Jahre 1556 veröffentlichte Georgius Agricola das für die Bergbaukunde und das Hüttenwesen bedeutende Werk De re metallica libri XII. Auch wenn heutzutage praktisch alle Erzbergwerke in Deutschland mittlerweile ihren Betrieb eingestellt haben und stillgelegt wurden, besteht immer noch reges Interesse daran, wie die Bodenschätze gefördert wurden. Davon zeugen die über 100 Besucher- und Schaubergwerke in Deutschland. Diese bieten Ihnen eine gute Gelegenheit, die Arbeit der Bergleute sowie die Bergbautradition und –geschichte kennen zu lernen.

Freiburg, 18.06.2007

Mineraliensuche Tipps (2)

Die konkrete Planung einer Sammeltour und der Ehrenkodex

Steinbruch Mineralien Genehmigungen Zutrittserlaubnis

Besorgen Sie sich vor Betreten eines Steinbruchs eine Genehmigung. Foto: fotolia.de

Wenn das Ziel einer Sammeltour feststeht, ist eine sorgfältige Planung zu empfehlen. Dazu gehört es, für detailliertes Kartenmaterial des Fundgebietes (im Maßstab etwa 1:25000) zu sorgen. Weiter empfiehlt es sich, zusätzlich ein mobiles GPS-System mitzuführen, in das zuvor die Fundortkoordinaten eingeführt werden. Informieren Sie sich vor einer Exkursion auch über die örtlichen Sammelbestimmungen und evtl. bestehende Sammelbeschränkungen oder –verbote. Für einige Fundstellengebiete bestehen Einschränkungen, so z.B. dass nicht mit schwerem Gerät gesammelt werden darf. Einige mineralogisch interessante Gebiete stehen auch unter Naturschutz dort ist strikt jede Sammeltätigkeit verboten. Die Auskünfte über die Sammelmöglichkeiten können entweder bei den lokalen Sammlervereinigungen eingeholt oder können gegebenenfalls in den Fremdenbüros oder bei den örtlichen Behörden erfragt werden.

Freiburg, 17.06.2007

Mineraliensuche Tipps (1)

Die Vorbereitung einer geologischen Exkursion oder Sammeltour

Vorbereitung einer mineralogischen Exkursion

Vorbereitung einer mineralogischen Exkursion. Foto: fotolia.de

Das Suchen und Sammeln von Mineralien, Fossilien, Edelmetallen oder Kristallen in der Natur ist ein faszinierendes Hobby, wie es jeder Fossilien- oder Mineraliensammler bestätigen kann, den das Sammelfieber einmal gepackt hat. Eine erfolgreiche Exkursion oder Sammeltour verlangt allerdings auch nach einer sorgfältigen Vorbereitung und Planung. Zunächst einmal gilt es, sich ausreichend über eine geeignete Fundstelle und die Fundmöglichkeiten zu informieren, denn nichts ist frustrierender, als unverrichteter Dinge und mit leeren Händen wieder zurückzukehren.

Freiburg, 16.06.2007

Zwillinge

Als Zwillinge werden Verwachsungen von ein- oder mehreren Einzelkristallen einer Mineralart bezeichnet. In der Mineralogie sind vor allem solche Verwachsungen von Bedeutung, die nach bestimmten Gesetzmäßigkeiten erfolgen. Unter einem Zwillingsgesetz wird die Symmetrieoperation verstanden, die das eine Zwillingsindividuum in das andere überführt bzw. es beschreibt die Orientierung der Zwillingspartner zueinander. Je nach Symmetrieoperation unterscheidet man zwischen Ebenenzwillingen (z.B. Quarz nach Brasilianer Gesetz), Achsenzwillinge (Quarz nach dem Dauphinéer Gesetz) und die Inversionszwillinge. Eine Form der Verzwillingung ist etwa die Verwachsung, bei der die Zwillingspartner entlang einer Spiegelebene aufeinander bezogen sind (z.B. beim Spinellgesetz). Dabei wird der Fall unterschieden, in dem die Zwillingsebene zugleich die Verwachsungsfläche ist – dies wird als Kontaktzwilling bezeichnet – oder sich die Zwillingspartner gegenseitig durchdringen, was als Durchdringungs- oder Penetrationszwilling bezeichnet wird. Weitere Beispiele für Zwillingsgesetze sind der Japaner Zwilling (Quarz), der Karlsbader Zwilling (Feldspat Durchdringungszwilling) und der Manebacher Zwilling (Feldspat Kontaktzwilling).

Freiburg, 16.06.2007

Zeolithe

Die Zeolithe gehören zu den Silikaten mit einer Gerüststruktur. Es handelt sich um dreidimensional verknüpfte Alumosilikate aus SiO4- und AlO4-Tetraedern mit weitmaschigen Gerüststrukturen. In den Hohlräumen dieser sog. Tektosilikate kann sich z.B. Wasser reversibel in den Kanälen und Käfigen einlagern. Beispiele für Mineralien aus der umfangreichen Mineralgruppe der Zeolithe sind Chabasit, Heulandit, Natrolith, Skolezit, Laumontit, Desmin, Phillipsit, Harmotom und Faujasit. Nach ihrer Struktur werden drei Typen von Zeolithen unterschieden – die Würfelzeolithe mit kubischer bzw. pseudokubischer Struktur, die Schichtzeolithe und die Faserzeolithe. Die Zeolithe sind technisch von großer Bedeutung, z.B. als Ionentauscher, zur Wasserenthärtung und als „Molekülsiebe“ zur Trennung von Molekülgemischen.


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