Bezeichnung für das Gefüge eines magmatischen Gesteins, das deutlich sichtbare Einsprenglinge in einer feinkörnigen Grundmasse aufweist.
Von griech. pleon = mehr und chros = Farbe; Eigenschaft von einigen Mineralien, in Abhängigkeit vom Betrachtungswinkel unterschiedliche Farben zu zeigen. Ursache ist die Anisotropie (Richtungsabhängigkeit) der Lichtabsorption bei einigen Mineralien, abhängig vom Kristallsystem. Einige Beispiele für einen deutlich sichtbaren Pleochroismus sind der Turmalin, Cordierit, Epidot und Tansanit. Spezialfälle sind der Dichroismus (Zweifarbigkeit) und der Trichroismus (Dreifarbigkeit). Gerade bei Edelsteinen ist der Pleochroismus von Bedeutung; Gemmologen bestimmen den Di- oder Trichroismus der Schmucksteine meist mithilfe eines Dichroskops.
Eigenschaft einiger Kristalle, sich bei mechanischer Verformung an den Grenzflächen elektrisch aufzuladen. Durch mechanischen Druck wird ein elektrisches Dipolmoment erzeugt. Voraussetzung für diese Eigenschaft sind eine oder mehrere polare Achsen bei Abwesenheit eines Symmetriezentrums. Umgekehrt kann in solchen Kristallen bei Anlegen einer elektrischen Spannung eine Verkürzung- oder Verlängerung erreicht werden. Beispiele für technisch bedeutende piezoelektrische Kristalle sind der Quarz (z.B. in der Quarzuhr) oder der Turmalin.
Von einer Matrix spricht der Mineraliensammler, wenn von der „Grundmasse“ eines Minerals die Rede ist. Oftmals sind sog. Matrixstufen bei Sammlern sehr begehrt, bei denen ein- oder mehrere Einzelkristalle auf einer Matrix (natürlich) aufgewachsen sind. Das Matrixgestein kann dabei von anderer Natur sein als die aufgewachsenen Kristalle, wie es z.B. bei Aquamarinen auf einer Gesteinsgrundmasse der Fall ist. Quarzkristalle sind umgekehrt beispielsweise oftmals auf einer feinkristallinen Quarzmatrix aufgewachsen.
Ein Gestein, das durch Erstarrung der glutflüssigen Magma aus dem Erdinneren entstanden ist. Dabei werden die Magmatischen Gesteine in die Tiefengesteine, die im Erdinneren zu den Intrusivgesteinen (plutonischen Gesteinen) und die Ergussgesteine (Vulkanite), die an der Erdoberfläche austreten und dort erstarren, aufgeteilt. Dabei hat die Abkühlungsgeschwindigkeit der Magmen Einfluß auf die Kristallisation und Textur der Gesteine. Zu den Tiefengesteinen gehören z.B. die Granite, Granodiorite, Syenite, Dioritem Peridotite und Pikrite. Ergussgesteine sind z.B. die Rhyolithe, Dazite, Trachyte, Andesite, Basalte und Pyroklastische Gesteine.
