Freiburg, 16.06.2007

Kristallsystem

Die Anordnung der Bausteine eines Kristalls lässt sich durch Symmetrieelemente beschreiben. Mithilfe von sieben Achsensystemen im dreidimensionalen Raum lassen sich die Strukturelemente eines Kristalls effizient beschreiben. Diese Achsensysteme werden auch als Kristallklassen bezeichnet. Man unterscheidet trikline, monokline, orthorhombische (bzw. rhombische), tetragonale, hexagonale, trigonale und kubische Kristallsysteme. Kristallographisch ausgedrückt ist ein Kristallsystem durch eine Punktsymmetrie gekennzeichnet, die den Gitterpunkten der jeweiligen Translationsgitter zukommt.

Freiburg, 16.06.2007

Kristallographie

Bezeichnung für die Lehre von den Eigenschaften, Struktur und Formen der Kristalle. Teilgebiete der Kristallographie sind u.a. die Kristallphysik, Kristallchemie und Kristallgeometrie.

Freiburg, 16.06.2007

Kristallform

Die Lehre von den Kristallformen ist die Kristallmorphologie. Kristalle werden meist durch ebene Kristallflächen begrenzt, so dass diese die Gestalt von Polyedern annehmen. Entlang der Kristallflächen bricht die Kristallstruktur eines Minerals nach außen hin ab. Diese stabil gebundenen Atomschichten sind parallel zu den Netzebenen einer Kristallstruktur, d.h. Struktur und äußerer morphologischer Gestalt eines Kristalls korrespondieren (Korrespondenzprinzip). Die Kristallflächen einer Mineralart treten stets in konstanten Winkeln zueinander auf, was als Gesetz der Winkelkonstanz bezeichnet wird. Im Realkristall ist, abhängig u.a. von den Wachstumsbedingungen eines Kristalls, der Abstand der Kristallflächen vom Zentrum des Kristalls unterschiedlich groß und führt zu verzerrten Polyedern.

Freiburg, 16.06.2007

Kristall

von griech. krystallos = Eis; Ein Festkörper, der durch eine dreidimensional periodische Anordnung seiner Bausteine, den Atomen, Ionen oder Molekülen charakterisiert ist. Die kleinsten Struktureinheiten eines Kristalls werden als Elementar- oder Einheitszelle bezeichnet. Der innere Aufbau eines Kristalls korrespondiert mit den Symmetrieeigenschaften der äußeren Gestalt (der sog. Kristallmorphologie) eines Kristalls. Kristalle zeichnen sich in der Regel durch eine Anisotropie, d.h. eine Richtungsabhängigkeit ihrer Eigenschaften aus.

Freiburg, 16.06.2007

Idiomorph

Kristalle, die keine Wachstumsstörungen aufweisen und vollständig ausgebildete Flächen bzw. Formen aufweisen. Das Gegenteil wird als Xenomorph bezeichnet.


Über Uns

Liebe Leser,

herzlich willkommen im Blog von Mineralium.com! Hier berichten die Gebrüder Nockemann und Gastautoren über das Geschehen in der Welt der Mineralien, Edelsteine und Fossilien.

Viel Freude beim Lesen!

Gebrüder Nockemann

Mineralium bei Facebook