Freiburg, 11.11.2007

Nachbericht Mineralientage München 2007 Teil 2

“Aquarius” – größter Aquamarinkristall der Welt

Edelsteinkönigin Caroline Schmäler

Aquarius - der größte ungeschliffene Aquamarin, präsentiert von der Deutschen Edelsteinkönigin Carolin Schmäler. Foto: Mineralientage München / Foto Studio Hosser

Weltgrößter Aquamarin in München! Ein absolutes Highlight der Münchner Mineralientage war in diesem Jahr „Aquarius“ – der größte Aquamarinkristall der Welt. Zu bestaunen gab es den riesigen Kristall im „International Mineral Pavilion“ in Halle A5. So einen gibt es nicht noch einmal: Mit einer Höhe von 44 cm und einem Gewicht von 26,2 kg ist „Aquarius“ das wertvollste Unikat unter den ungeschliffenen derzeit bekannten Aquamarinen der Erde. Durch seine perfekte Form, Farbe, Reinheit und Größe wäre der aus Brasilien stammende Kristall das ideale Rohmaterial für die Edelsteinschleifer. Allerdings beeindruckt er schon in seiner Urgestalt so sehr, dass ihm ein Platz als Paradestück in einem Museum zu wünschen ist.

Aquamarin ist eine Varietät der Beryll-Gruppe. Beryll kristallisiert hexagonal und hat die Mohs Härte 7,5. Farbgebendes Element bei “Aquamarin” ist das Eisen. Die wichtigsten Vorkommen sind in Brasilien, Nigeria, Mocambique, Madagaskar sowie in Pakistan und Afghanistan.

Freiburg, 11.11.2007

Nachbericht Mineralientage München 2007 Teil 1

Besucherrekord für Europas größte Mineralienschau

Messehalle Münchner Mineralientage

Mehr als 38.000 Besucher lockte das breite Angebot zu einem Besuch auf die Münchner Mineralientage. Foto: Mineralientage München

Die größte Schau der schönen Steine: Mehr als 1000 Aussteller aus 52 Ländern präsentierten in drei Hallen eine bunte und glanzvolle Mischung: Diamant, Aquamarin, Rubin, Bergkristall, Bernstein u.v.m. – in natürlicher Form aber auch geschliffen und bearbeitet zu Ringen, Ketten, Kugeln, Lampen oder Massagerollern. Über 38.000 Besucher, also fast 10% mehr Liebhaber der schönen Steine und Naturkostbarkeiten als 2006, lockte das breite Angebot in diesem Jahr zu einem Besuch auf die Mineralientage München. Die kostenlose professionelle Kinderbetreuung, ein Novum aus dem vergangenen Jahr, und die vielen spannenden und lehrreichen Mitmachaktionen für Familien wie Goldwaschen, Specksteinschnitzen und Fossilienpräparieren machten die Mineralientage wieder zum Erlebnis für die gesamte Familie.

Freiburg, 4.09.2007

Was sind Mineralien?

Jedes Mineral ist einzigartig

Mineralien

Die faszinierende Welt der Mineralien hat den Menschen schon immer in ihren Bann gezogen. Foto: Gabriella Zeilinger

Mineralien sind Naturprodukte, und die Natur hält sich nicht strikt an Lehrbücher. Ein und dasselbe Mineral tritt daher nie in stets gleicher Qualität und Ausbildung auf. Jedes Stück hat seine eigene Entstehungsgeschichte, die sich in Wachstumsstörungen, Einschlüssen und anderen Besonderheiten äußert. Diese Abweichungen sind also keine Mängel oder Fehler sondern Echtheitsmerkmale und geben dem Exemplar erst seine Einzigartigkeit.

Ferner kann ein Mineral fast nie im Fundzustand einer Sammlung einverleibt werden. Die meisten Stücke müssen erst gereinigt, präpariert (Freilegen von Kristallen), formatisiert und ggf. sogar erst haltbar gemacht werden. Diese Arbeiten sind keine Verfälschungen oder Manipulationen. Sie dienen vielmehr der Wertsteigerung der Fundstücke und machen aus einem unscheinbaren Objekt erst eine ästhetische, auch optisch ansprechende Bereicherung Ihrer Sammlung.

Freiburg, 4.09.2007

Was sind Fossilien?

Versteinerte Zeitzeugen

Fossilien

Fossilien nennt man die versteinerten Reste vorzeitlicher Lebewesen. Foto: Gabriella Zeilinger

Fossilien sind versteinerte Reste von Pflanzen oder Tieren aus früheren Erdzeitaltern, die entweder lebend oder kurz nach ihrem Tod von Material bedeckt (“eingebettet”) worden sind. Dies konnte an Ort und Stelle oder nach einem Transport auch anderswo geschehen sein.

Eine wesentliche Voraussetzung für die Erhaltung der vorwiegend harten Teile eines Tieres oder einer Pflanze ist, dass der zur Zersetzung nötige Sauerstoff fehlt. Diese Bedingung kann in einem sauerstoffarmen Milieu oder bei hoher Sedimentationsrate (schnelle Einbettung) gegeben sein.

Freiburg, 4.09.2007

Was ist Schmuck?

Schmuck ist eine Zierde

Schmuck

Schmuck kommt von 'schmücken'

Schmuck kommt von “schmücken”. Schmuckstücke sollen also eine Zierde für den Träger sein. Enthält der Schmuck Edelsteine, so sollen sie besonders schön und natürlich völlig makellos sein – viel schöner, als die Natur sie meistens liefert.

Der Mensch hat immer danach getrachtet, Edelsteine so zu verarbeiten, dass sie besonders vorteilhaft wirken. Hier sind einerseits die Kunst des Schleifers und der sichere Geschmack des Designers gefordert, anderseits wird man immer bestrebt sein, den Stein durch gezielte “Korrekturen” besonders vorteilhaft erscheinen zu lassen. Es kann darum gehen, die Farbe zu intensivieren, Einschlüsse weniger sichtbar werden zu lassen (oder vielleicht ganz zu entfernen), die Brillanz zu verbessern u.a., also ganz allgemein darum, gewisse Schwächen des Steines etwas auszugleichen.


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Liebe Leser,

herzlich willkommen im Blog von Mineralium.com! Hier berichten die Gebrüder Nockemann und Gastautoren über das Geschehen in der Welt der Mineralien, Edelsteine und Fossilien.

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Gebrüder Nockemann

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