Freiburg, 16.08.2007

Vorbericht Mineralientage München 2007 Teil 1

Sonderschau Kostbarkeiten vom „Dach der Welt“

Aquamarin auf Muskovit

Aquamarin auf Muskovit aus Pakistan. Foto: Mineralientage München.

Spektakuläre Kristalle aus dem Himalaja: Mit erstmals über 1 000 Ausstellern aus aller Welt sind die diesjährigen Mineralientage München vom 2. – 4. November 2007 in den Hallen A4 bis A6 der Neuen Messe München vielseitig wie nie. Bei der Sonderschau „Die Edelsteine des Himalaja“ stehen spektakuläre Funde und faszinierende Kristalle vom „Dach der Welt“ im Vordergrund, die oft unter äußerst schwierigen Bedingungen geborgen wurden. Darunter der „King of Asia“, ein völlig unbeschädigter weißer Turmalinkristall mit tiefroter Seele von über 40 kg Gewicht sowie die größten Aquamarin-Kristalle der Welt. Harte Arbeit und manchmal schwer kalkulierbare Risiken kennen auch die Strahler (Steinsucher) aus den Alpenregionen, die auf der Messe unter dem Motto „Alpine Schätze“ ihre schönsten Stücke zum Bestaunen und auch zum Kauf anbieten. Wer sich Zeit zum persönlichen Gespräch nimmt, wird faszinierende Geschichten zu hören bekommen.

Freiburg, 16.08.2007

Vorbericht Mineralientage München 2007 Teil 2

Trendthema Juwelness – Wohlfühlen mit Edelsteinen

Juwelness - Trendthema auf den Münchner Mineralientagen

Juwelness - das Trendthema auf den Mineralientagen in München 2007. Foto: Mineralientage München / Ines Blersch.

Neue Wege gehen die Mineralientage München mit dem Bereich „Juwelness – Wohlfühlen mit Edelsteinen“. Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr, wurde dieser mit 17 Ausstellern und 300 m² Fläche deutlich ausgebaut. Besucher finden Informationen zu Trendthemen wie Edelsteinmassagen, Edelsteinwasser und -öle und können vieles selbst ausprobieren. Neu in diesem Jahr: Steinheilkunde auf den Grundlagen Traditioneller Chinesischer Medizin. Im Forum Minerale gibt es dazu interessante Fachvorträge, unter anderem von dem Pionier der Steinheilkunde, Michael Gienger.

Freiburg, 16.08.2007

Vorbericht Mineralientage München 2007 Teil 3

Sonderschau „Fossilien vom ‘Monte’ Bolca“

Odonteus pygmaeus

Aus der 'Fischschüssel' vom Monte Bolca bei Verona stammt u.a. dieser Odonteus pygmaeus. Foto: Mineralientage München / Naturhistorisches Museum Verona

Fossilienliebhaber werden sich besonders für die Sonderschau „Monte Bolca“ interessieren. Versteinerte Urzeit-Fische und ein Krokodil aus einer der jüngsten und damit für die Evolution bedeutendsten Fossilienlagerstätten der Welt zeigen auf, wie bereits im Eozän vor zirka 50 Millionen Jahren die Basis für den heutigen Artenreichtum gelegt wurde. Die naturgetreue Nachbildung eines Naturalienkabinetts aus einem Veroneser Museum des 18. Jahrhunderts zeigt ferner, wie die damaligen Gelehrten am „Monte“ Bolca forschten und arbeiteten. Etwas furchteinflössender sind die „Mitbringsel“ des Paläontologischen Museums München. Aus seiner neuen Ausstellung „Fliegende Saurier“ hat es einige scharfzahnige Gesellen von beeindruckender Größe im Gepäck, darunter z.B. den berühmten „Rhamphorhynchus“ aus Solnhofen.

Die kostenlose professionelle Kinderbetreuung ab 3 Jahren, ebenfalls ein Novum aus dem vergangenen Jahr, und die vielen spannenden und lehrreichen Mitmachaktionen für Familien wie Goldwaschen, Specksteinschnitzen und Fossilienpräparieren machen die Mineralientage zum Erlebnis für die gesamte Familie.

Freiburg, 5.07.2007

Kurr: Das Mineralreich in Bildern

Digitaler Reprint von Kurrs „Das Mineralreich in Bildern“

Kurr: Das Mineralreich in Bildern

Einband-Titelbild eines Klassikers der Mineralogie: 'Das Mineralreich in Bildern' von Johann Gottlob Kurr.

Der Bildband „Das Mineralreich in Bildern“ vom Naturforscher Johann Gottlob von Kurr (1798-1870) ist das erste Buch, das wir Ihnen hier in unserer Reihe „Digitale Klassiker“ vorstellen möchten. Wir vom Team Mineralium.com haben beschlossen, die Inhalte einiger der klassischen Bildbände und Lehrbücher der Mineralogie hier im Internet zur Verfügung zu stellen. Damit möchten wir dazu beitragen, dass diese wertvolle Literatur vor dem Vergessen bewahrt wird und einer breiten Leserschaft zur Verfügung steht – gerade auch deshalb, weil diese antiquarischen Raritäten sicherlich nicht für jeden Sammler erschwinglich sind. Wir stellen dieses Buch hier als PDF-Datei zum Download bereit.

„Das Mineralreich in Bildern“ ist in einer ersten Auflage 1857 in Eßlingen im Verlag von J. F. Schreiber mit handkolorierten Abbildungen erschienen. Wir stellen Ihnen hier die dritte Auflage aus dem Jahre 1878 zur Verfügung, die durch den Mineralogen Gustaf Adolf Kenngott (1818-1897) überarbeitet wurde. Das Buch zeichnet sich durch 490, teils kolorierte Abbildungen auf 24 Tafeln und seine detaillierten und mineralogisch fundierten Beschreibungen aus. Dieser Band ist als „dritte Abtheilung: Naturgeschichte des Mineralreichs“ von „Schubert’s Naturgeschichte des Thier-, Pflanzen- und Mineralreichs“ erschienen.

Freiburg, 4.07.2007

Pyromorphit

Ein Portrait des beliebten Bleierzminerals

Pyromorphit

Pyromorphit aus dem Daoping Blei-Zink-Bergwerk in China. Foto: Christian Nockemann, Mineralium.com.

Etymologisch leitet sich der Begriff “Pyromorphit” vom griech. “pyros” = Feuer, “morphe” = Form/Gestalt – letzteres bezieht sich auf die Bildung von flächenreichen Kristallen aus heißen Schmelzen. Die Typlokalität des Pyromorphits ist unbekannt, den Bergleuten war das Mineral jedoch bereits lange vor einer wissenschaftlichen Veröffentlichung geläufig. Die erste wissenschaftliche Beschreibung des Minerals Pyromorphit erfolgte durch den an der Göttinger Universität lehrenden Mineralogen und Geologen Johann Friedrich Ludwig Hausmann (1782-1859) im Jahre 1813, der auch die Bezeichnung des Minerals geprägt hat.


Über Uns

Liebe Leser,

herzlich willkommen im Blog von Mineralium.com! Hier berichten die Gebrüder Nockemann und Gastautoren über das Geschehen in der Welt der Mineralien, Edelsteine und Fossilien.

Viel Freude beim Lesen!

Gebrüder Nockemann

Mineralium bei Facebook