Freiburg, 2.07.2007

Karat

Das Karat hat zwei unterschiedliche Bedeutungen. Einerseits ist es die Einheit des Gewichts von Edelsteinen (Kt). Andererseits steht das Karat bei Gold für die Reinheit bzw. den Goldgehalt.

Das sog. “metrische Karat” eine gesetzliche Einheit zur Angabe der Masse von Edelsteinen. Das Zeichen für Karat ist üblicherweise Kt. Ursprünglich bezeichnete das Karat das Gewicht eines getrockneten Samenkerns des Johannisbrotbaums. Die durchschnittliche Masse eines solchen Samens beträgt etwa 0,2 g. Die Umrechnung von Karat in Gramm lautet folgendermaßen:

1 metrisches Karat = 0.2 g (200 Milligramm) = Gewichtseinheit von Edelsteinen (Kt)

Beim Gold bezeichnet das Karat den Goldgehalt auf einer 24-stufigen Skala – 24 Karat Goldgehalt bezeichnen das nahezu reine 999er Gold (entspricht einem Goldgehalt von 99,9%). Einkarätiges Gold enthält einen 1/24 sten Anteil Gold, d.h. ca. 4.166 %. Die am häufigsten verwendeten Feingehalte von Gold sind die folgenden:

  • 333er Gold: 8 Karat
  • 375er Gold: 9 Karat
  • 585er Gold: 14,04 Karat
  • 750er Gold: 18 Karat, Kronengold
  • 900er Gold: 21,6 Karat, Münzgold
  • 999er Gold: 24 Karat, Feingold
Freiburg, 2.07.2007

Oxidationszone

Die Oxidationszone wird als der Bereich einer Erzlagerstätte bezeichnet, in der die Erzmineralien durch Einwirkung von Luft, Wasser und Wetter verwittern. Diese Verwitterungszone kann bis zum Grundwasserspiegel reichen und enthält verschiedene, meist farbige Oxide, Hydroxide, Carbonate, Sulfate, Arsenate, Phosphate oder Vanadate. Diese Sekundärmineralien sind meist durch Oxidation der primären Erzmineralien entstanden – umgekehrt sind diese Sekundärmineralien gleichzeitig auch wichtige erzanzeigende Mineralien. Dieser oftmals durch Oxidationsprodukte des Eisens rot- oder rotbraun gefärbte Verwitterungsbereich wird in der Bergmannssprache auch als “Eiserner Hut” bezeichnet.

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Feldspat

Gruppe von Silikatmineralen (sog. Alumosilikaten), die die Hauptbestandteile vieler magmatischer und metamorpher Gesteine bilden (ca. 60% der Erdkruste). Die Feldspate gehören zur Gruppe der Tektosilikate und besitzen eine Gerüststruktur, bei der ein Teil der Silikat-Ionen durch Al3+ – Ionen ersetzt sind. Der Ladungsausgleich erfolgt z.B. durch die Einlagerung von Alkali- und Erdalkaliionen. Unterschieden werden die im monoklinen Kristallsystem kristallisierenden Orthoklase und die triklin kristallisierenden Plagioklase. Die Härte liegt meist zwischen 6 und 6 1/2. Die Feldspäte bilden zwei Reihen von Mischkristallen, die sog. Alkalifeldspäte oder Orthoklase und die Kalknatronfeldspäte oder Plagioklase.
Die folgenden Minerale gehören zur Gruppe der Feldspate: Adular, Albit, Amazonit, Andesin, Anorthit, Anorthoklas, Aventurin-Feldspat, Bytownit, Celsian, Hyalophan, Labradorit, Mikroklin, Mondstein, Oligoklas, Orthoklas, Sanidin

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Cabochon

Runde oder ovale, facettenlose Schliffform von Edelsteinen bzw. Halbedelsteinen mit polierter Oberfläche. Dieser schlichte Schliff wird häufig bei opaken oder halbdurchscheinenden Halbedelsteinen angewandt. Man unterscheidet den einfachen Cabochon mit flacher Unterseite und konvexer (kuppelförmig gewölbter) Oberseite und den doppelten Cabochon mit beidseitig gewölbter Oberfläche (linsenförmig). Dieser Cabochonschliff (von frz. cabochey, “Kopf”, “Kuppe”, auch als “Mugelschliff” bezeichnet) bestärkt die optischen Eigenschaften der Edelsteine wie z.B. Adulareszenz, Asterismus (Sternbildung), Chatoyance (Katzenaugeneffekt), Musterung, Farbschattierung und das Irisieren.

Beim Sternsaphier z.B. beruht der meist sechseckige Stern auf der Lichtreflexion an eingeschlossenen Rutilnadeln. Parallel verlaufende Fasern innerhalb eines Halbedelsteins wie z.B. dem “Tigerauge” können den sog. Katzenaugeneffekt verursachen.

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Erz

Mhd. erze, arze, ahd. aruzzi, arizzi, aruz; die Wortherkunft ist nicht eindeutig geklärt. Ein Erz ist ein Mineral oder Gestein, das ein technisch verwertbares Metall enthält. Die Erzansammlungen in Lagerstätten werden oft zur Rohstoffgewinnung abgebaut. Ob ein Mineralvorkommen als Erzlagerstätte eingestuft wird, hängt davon ab, ob im industriellen Maßstab und mit wirtschaftlichem Nutzen Metalle oder Metallverbindungen gewonnen werden können. Wenn die basischen Anteile eines Erzminerals überwiegen, liegt ein basisches Erz vor; überwiegt Quarz bzw. der silikatische Anteil (Kieselsäure), so spricht man von einem sauren Erz. Erze sind oft metallisch glänzend und von hoher Dichte. Die erzbegleitenden anderen Minerale wie Kalk, Dolomit, Quarz oder Schwerspat werden als Gangart oder taubes Gestein bezeichnet. Viele Erze sind hydrothermaler Herkunft, d.h. diese kristallisieren aus einerheißen Lösung unter hohen Drücken aus. Andere Erze bilden sich aus magmatischen Schmelzen oder unter metamorphen Bedingungen.

Beispiele für Erzmineralien: Akanthit (Silberglanz, Silbererz), Anglesit (Vitriolbleierz, Bleierz), Antimonit (Antimon-Erz), Arsenkies (Arsenopyrit, Arsenerz), Auripigment (Arsenerz), Bauxit (Aluminiumerz), Bleiglanz (Galenit, Bleierz), Bornit (Buntkupferkies, Kupfererz), Bournonit (Rädelerz, Blei/Kupfer/Antimon-Erz), Cassiterit (Zinnstein, Zinnerz), Cerussit (Weißbleierz, Bleierz), Chalkopyrit (Kupferkies, Kupfererz), Chalkosin (Kupferglanz, Kupfererz), Chromit (Chromeisenstein, Chromerz), Columbit (Niob-/Tantalerz), Cuprit (Rotkupfererz, Kupfererz), Erythrin (Kobalterz), Gadolinit (Seltenerd-Erz), Garnierit (Nickelerz), Hämatit (Roteisenstein, Eisenerz), Hausmannit (Manganerz), Ilmenit (Titanerz), Kobaltglanz (Cobaltin, Kobalt-Erz), Limonit (Eisenerz), Magnetit (Magneteisenstein, Eisenerz), Manganit (Manganerz), Molybdänit (Molybdänerz), Monazit (Seltenerd-Erz), Pyrargyrit (Antimonsilberblende, Silbererz), Realgar (Arsenerz), Siderit (Eisenspat, Eisenerz), Wolframit (Wolframerz), Scheelit (Wolframerz), Uraninit (Pechblende, Uranerz), Wismutglanz (Bismuthinit, Bismuterz), Xenotim (Yttrium-Erz), Zinkblende (Sphalerit, Zinkerz), Zinnober (Quecksilbererz)


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