Archiv für die Kategorie ‘Wissen’

Kleines Glossar zur Radioaktivität

von Mineralium.com

Geigerzähler, Halbwertszeit, Becquerel, Energiedosis, Sievert…

Glossar zur Radioaktivität

Bild nach: © Kheng Guan Toh - Fotolia.com

Radioaktivität ist ein komplexes Thema. In unseren Artikeln Was ist Radioaktivität? und Wie funktioniert ein Geigerzähler? haben wir bereits einige Grundfragen zur Radioaktivität und deren Messung geklärt. Jetzt stellen wir Ihnen ein kleines Glossar zu diesem Thema zur Verfügung, um einen schnellen Überblick über Maßeinheiten und Fachbegriffe zu erhalten. Fehlt ein wichtiger Begriff? Helfen Sie dabei, ein praktisches Glossar zu erstellen und ergänzen oder verbessern Sie das Glossar über die Kommentarfunktion.

weiter lesen »

Karat

von Mineralium.com

Das Karat hat zwei unterschiedliche Bedeutungen. Einerseits ist es die Einheit des Gewichts von Edelsteinen (Kt). Andererseits steht das Karat bei Gold für die Reinheit bzw. den Goldgehalt.

Das sog. “metrische Karat” eine gesetzliche Einheit zur Angabe der Masse von Edelsteinen. Das Zeichen für Karat ist üblicherweise Kt. Ursprünglich bezeichnete das Karat das Gewicht eines getrockneten Samenkerns des Johannisbrotbaums. Die durchschnittliche Masse eines solchen Samens beträgt etwa 0,2 g. Die Umrechnung von Karat in Gramm lautet folgendermaßen:

1 metrisches Karat = 0.2 g (200 Milligramm) = Gewichtseinheit von Edelsteinen (Kt)

Beim Gold bezeichnet das Karat den Goldgehalt auf einer 24-stufigen Skala – 24 Karat Goldgehalt bezeichnen das nahezu reine 999er Gold (entspricht einem Goldgehalt von 99,9%). Einkarätiges Gold enthält einen 1/24 sten Anteil Gold, d.h. ca. 4.166 %. Die am häufigsten verwendeten Feingehalte von Gold sind die folgenden:

  • 333er Gold: 8 Karat
  • 375er Gold: 9 Karat
  • 585er Gold: 14,04 Karat
  • 750er Gold: 18 Karat, Kronengold
  • 900er Gold: 21,6 Karat, Münzgold
  • 999er Gold: 24 Karat, Feingold

Oxidationszone

von Mineralium.com

Die Oxidationszone wird als der Bereich einer Erzlagerstätte bezeichnet, in der die Erzmineralien durch Einwirkung von Luft, Wasser und Wetter verwittern. Diese Verwitterungszone kann bis zum Grundwasserspiegel reichen und enthält verschiedene, meist farbige Oxide, Hydroxide, Carbonate, Sulfate, Arsenate, Phosphate oder Vanadate. Diese Sekundärmineralien sind meist durch Oxidation der primären Erzmineralien entstanden – umgekehrt sind diese Sekundärmineralien gleichzeitig auch wichtige erzanzeigende Mineralien. Dieser oftmals durch Oxidationsprodukte des Eisens rot- oder rotbraun gefärbte Verwitterungsbereich wird in der Bergmannssprache auch als “Eiserner Hut” bezeichnet.

Feldspat

von Mineralium.com

Gruppe von Silikatmineralen (sog. Alumosilikaten), die die Hauptbestandteile vieler magmatischer und metamorpher Gesteine bilden (ca. 60% der Erdkruste). Die Feldspate gehören zur Gruppe der Tektosilikate und besitzen eine Gerüststruktur, bei der ein Teil der Silikat-Ionen durch Al3+ – Ionen ersetzt sind. Der Ladungsausgleich erfolgt z.B. durch die Einlagerung von Alkali- und Erdalkaliionen. Unterschieden werden die im monoklinen Kristallsystem kristallisierenden Orthoklase und die triklin kristallisierenden Plagioklase. Die Härte liegt meist zwischen 6 und 6 1/2. Die Feldspäte bilden zwei Reihen von Mischkristallen, die sog. Alkalifeldspäte oder Orthoklase und die Kalknatronfeldspäte oder Plagioklase.
Die folgenden Minerale gehören zur Gruppe der Feldspate: Adular, Albit, Amazonit, Andesin, Anorthit, Anorthoklas, Aventurin-Feldspat, Bytownit, Celsian, Hyalophan, Labradorit, Mikroklin, Mondstein, Oligoklas, Orthoklas, Sanidin

Cabochon

von Mineralium.com

Runde oder ovale, facettenlose Schliffform von Edelsteinen bzw. Halbedelsteinen mit polierter Oberfläche. Dieser schlichte Schliff wird häufig bei opaken oder halbdurchscheinenden Halbedelsteinen angewandt. Man unterscheidet den einfachen Cabochon mit flacher Unterseite und konvexer (kuppelförmig gewölbter) Oberseite und den doppelten Cabochon mit beidseitig gewölbter Oberfläche (linsenförmig). Dieser Cabochonschliff (von frz. cabochey, “Kopf”, “Kuppe”, auch als “Mugelschliff” bezeichnet) bestärkt die optischen Eigenschaften der Edelsteine wie z.B. Adulareszenz, Asterismus (Sternbildung), Chatoyance (Katzenaugeneffekt), Musterung, Farbschattierung und das Irisieren.

Beim Sternsaphier z.B. beruht der meist sechseckige Stern auf der Lichtreflexion an eingeschlossenen Rutilnadeln. Parallel verlaufende Fasern innerhalb eines Halbedelsteins wie z.B. dem “Tigerauge” können den sog. Katzenaugeneffekt verursachen.


Über Uns

Liebe Leser,

herzlich willkommen im Blog von Mineralium.com! Hier berichten die Gebrüder Nockemann und Gastautoren über das Geschehen in der Welt der Mineralien, Edelsteine und Fossilien.

Viel Freude beim Lesen!

Gebrüder Nockemann

Mineralium bei Facebook