Archiv für die Kategorie ‘Wissen’

Erz

von Mineralium.com

Mhd. erze, arze, ahd. aruzzi, arizzi, aruz; die Wortherkunft ist nicht eindeutig geklärt. Ein Erz ist ein Mineral oder Gestein, das ein technisch verwertbares Metall enthält. Die Erzansammlungen in Lagerstätten werden oft zur Rohstoffgewinnung abgebaut. Ob ein Mineralvorkommen als Erzlagerstätte eingestuft wird, hängt davon ab, ob im industriellen Maßstab und mit wirtschaftlichem Nutzen Metalle oder Metallverbindungen gewonnen werden können. Wenn die basischen Anteile eines Erzminerals überwiegen, liegt ein basisches Erz vor; überwiegt Quarz bzw. der silikatische Anteil (Kieselsäure), so spricht man von einem sauren Erz. Erze sind oft metallisch glänzend und von hoher Dichte. Die erzbegleitenden anderen Minerale wie Kalk, Dolomit, Quarz oder Schwerspat werden als Gangart oder taubes Gestein bezeichnet. Viele Erze sind hydrothermaler Herkunft, d.h. diese kristallisieren aus einerheißen Lösung unter hohen Drücken aus. Andere Erze bilden sich aus magmatischen Schmelzen oder unter metamorphen Bedingungen.

Beispiele für Erzmineralien: Akanthit (Silberglanz, Silbererz), Anglesit (Vitriolbleierz, Bleierz), Antimonit (Antimon-Erz), Arsenkies (Arsenopyrit, Arsenerz), Auripigment (Arsenerz), Bauxit (Aluminiumerz), Bleiglanz (Galenit, Bleierz), Bornit (Buntkupferkies, Kupfererz), Bournonit (Rädelerz, Blei/Kupfer/Antimon-Erz), Cassiterit (Zinnstein, Zinnerz), Cerussit (Weißbleierz, Bleierz), Chalkopyrit (Kupferkies, Kupfererz), Chalkosin (Kupferglanz, Kupfererz), Chromit (Chromeisenstein, Chromerz), Columbit (Niob-/Tantalerz), Cuprit (Rotkupfererz, Kupfererz), Erythrin (Kobalterz), Gadolinit (Seltenerd-Erz), Garnierit (Nickelerz), Hämatit (Roteisenstein, Eisenerz), Hausmannit (Manganerz), Ilmenit (Titanerz), Kobaltglanz (Cobaltin, Kobalt-Erz), Limonit (Eisenerz), Magnetit (Magneteisenstein, Eisenerz), Manganit (Manganerz), Molybdänit (Molybdänerz), Monazit (Seltenerd-Erz), Pyrargyrit (Antimonsilberblende, Silbererz), Realgar (Arsenerz), Siderit (Eisenspat, Eisenerz), Wolframit (Wolframerz), Scheelit (Wolframerz), Uraninit (Pechblende, Uranerz), Wismutglanz (Bismuthinit, Bismuterz), Xenotim (Yttrium-Erz), Zinkblende (Sphalerit, Zinkerz), Zinnober (Quecksilbererz)

Was ist Radioaktivität?

von Mineralium.com

Radioaktiver Zerfall – ionisierende Strahlung – Materiedurchdringung

Was ist Radioaktivität?

Was ist eigentlich Radioaktivität? Foto: caironbohemio - Fotolia.com

Obwohl der Chemiker Martin Heinrich Klaproth bereits im Jahre 1789 das Uran als neues Element aus einem Pechblende-Erz isolieren und nachweisen konnte, gelang die Entdeckung der Radioaktivität erst mehr als ein Jahrhundert später. Henry Becquerel entdeckte 1896 durch Zufall die Radioaktivität, nachdem er beim Experimentieren mit der Phosphoreszenz von Uransalzen eine Probe eines Uranerzes auf eine Fotoplatte gelegt hatte und anschließend die Schwärzung der lichtdicht aufbewahrten fotographischen Platte entlang der Umrisse des Erzes bemerkte. Damit schloss Becquerel auf das Vorhandensein einer Strahlung, die wie die bereits zuvor entdeckte Röntgenstrahlung in der Lage ist, Materie zu durchdringen.
weiter lesen »

Besucherbergwerke in Deutschland

von Mineralium.com

Ausflugstipps für Mineralien- und Bergbaufreunde

Bergwerk Förderturm

Förderturm eines Bergwerks. Foto: fotolia.de

Der Bergbau hat in Deutschland eine lange Tradition, wie schriftliche Zeugnisse belegen, die bis in das 8. Jahrhundert zurückgehen. Im 12. Jahrhundert bildeten sich insbesondere im Erzgebirge in den Bergstädten Freiberg und Joachimstal sowie dann im 15. Jhd. in Annaberg die Zentren des deutschen Bergbaus aus. Im Jahre 1556 veröffentlichte Georgius Agricola das für die Bergbaukunde und das Hüttenwesen bedeutende Werk De re metallica libri XII. Auch wenn heutzutage praktisch alle Erzbergwerke in Deutschland mittlerweile ihren Betrieb eingestellt haben und stillgelegt wurden, besteht immer noch reges Interesse daran, wie die Bodenschätze gefördert wurden. Davon zeugen die über 100 Besucher- und Schaubergwerke in Deutschland. Diese bieten Ihnen eine gute Gelegenheit, die Arbeit der Bergleute sowie die Bergbautradition und –geschichte kennen zu lernen. weiter lesen »

Zwillinge

von Mineralium.com

Als Zwillinge werden Verwachsungen von ein- oder mehreren Einzelkristallen einer Mineralart bezeichnet. In der Mineralogie sind vor allem solche Verwachsungen von Bedeutung, die nach bestimmten Gesetzmäßigkeiten erfolgen. Unter einem Zwillingsgesetz wird die Symmetrieoperation verstanden, die das eine Zwillingsindividuum in das andere überführt bzw. es beschreibt die Orientierung der Zwillingspartner zueinander. Je nach Symmetrieoperation unterscheidet man zwischen Ebenenzwillingen (z.B. Quarz nach Brasilianer Gesetz), Achsenzwillinge (Quarz nach dem Dauphinéer Gesetz) und die Inversionszwillinge. Eine Form der Verzwillingung ist etwa die Verwachsung, bei der die Zwillingspartner entlang einer Spiegelebene aufeinander bezogen sind (z.B. beim Spinellgesetz). Dabei wird der Fall unterschieden, in dem die Zwillingsebene zugleich die Verwachsungsfläche ist – dies wird als Kontaktzwilling bezeichnet – oder sich die Zwillingspartner gegenseitig durchdringen, was als Durchdringungs- oder Penetrationszwilling bezeichnet wird. Weitere Beispiele für Zwillingsgesetze sind der Japaner Zwilling (Quarz), der Karlsbader Zwilling (Feldspat Durchdringungszwilling) und der Manebacher Zwilling (Feldspat Kontaktzwilling).

Zeolithe

von Mineralium.com

Die Zeolithe gehören zu den Silikaten mit einer Gerüststruktur. Es handelt sich um dreidimensional verknüpfte Alumosilikate aus SiO4- und AlO4-Tetraedern mit weitmaschigen Gerüststrukturen. In den Hohlräumen dieser sog. Tektosilikate kann sich z.B. Wasser reversibel in den Kanälen und Käfigen einlagern. Beispiele für Mineralien aus der umfangreichen Mineralgruppe der Zeolithe sind Chabasit, Heulandit, Natrolith, Skolezit, Laumontit, Desmin, Phillipsit, Harmotom und Faujasit. Nach ihrer Struktur werden drei Typen von Zeolithen unterschieden – die Würfelzeolithe mit kubischer bzw. pseudokubischer Struktur, die Schichtzeolithe und die Faserzeolithe. Die Zeolithe sind technisch von großer Bedeutung, z.B. als Ionentauscher, zur Wasserenthärtung und als „Molekülsiebe“ zur Trennung von Molekülgemischen.


Über Uns

Liebe Leser,

herzlich willkommen im Blog von Mineralium.com! Hier berichten die Gebrüder Nockemann und Gastautoren über das Geschehen in der Welt der Mineralien, Edelsteine und Fossilien.

Viel Freude beim Lesen!

Gebrüder Nockemann

Mineralium bei Facebook

QR Code Business Card